Ertragschancen einer Schiffsbeteiligung

Nach dem Platzen der New Economy Blase an den Börsen zu Anfang des neuen Jahrtausends besannen sich viele Anleger wieder auf die Investitionen in Sachwerte. Man kann es ihnen nicht verdenken, wurde doch zuvor über Jahre auf Objekte spekuliert, die physisch zumeist überhaupt nicht vorhanden waren. Die Spekulationen steigerten sich ins Unendliche und erst nach dem Super-Gau wurden vielen Anlegern die Augen geöffnet und sie merkten, welch unsinnige Handlungen sie betrieben hatten.

Sachwerte lagen und liegen seitdem also wieder voll im Trend, somit sind auch die Schiffsbeteiligungen wieder wesentlich interessanter geworden. Wie bereits erwähnt, stellt eine Schiffsbeteiligung nicht einfach eine Kapitalanlage dar, sondern gilt als unternehmerische Beteiligung. Damit bietet sie grundsätzlich sehr gute Renditechancen, aber auch die entsprechenden Risiken. Und wie bei allen Unternehmungen gilt: je höher das Risiko ausfällt, desto größer sind auch die Renditechancen.

Unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage befindet sich die Schifffahrt seit einigen Jahren im Aufwind. Grund dafür ist unter anderem, dass die Straßen durch den Güterverkehr mittlerweile völlig überlastet sind und daher immer mehr Transporte auf Bahn oder Schiff verlagert werden müssen. Experten erwarten in naher Zukunft, dass sich dieses Phänomen noch wesentlich verstärken wird und somit die Schifffahrt sehr gute Zukunftsaussichten aufweist.

Ein weiterer Punkt, der für eine gute Zukunft der Schifffahrt spricht, ist die wirtschaftliche Entwicklung von Schwellenländern wie China oder Indien. Durch die Globalisierung erleben diese Länder zur Zeit einen enormen Wirtschaftsboom, der sich auch in den nächsten Jahren unverändert weiter fortsetzen wird. Insbesondere die Tank- und Containerschifffahrt profitiert von diesem Aufschwung, wobei bereits heute über 90 Prozent aller Waren mit Schiffen transportiert werden. Die Tendenz zeigt dennoch weiterhin nach oben.

Durch die Investition in Sachwerte sorgt der Anleger dafür, dass sein Kapital vor einer eventuellen Inflation geschützt ist und einen dauerhaften Wertzuwachs erfährt. In der Vergangenheit hat sich erwiesen, dass Sachwerte im allgemeinen wesentlich geringeren Wertschwankungen unterliegen, als beispielsweise Wertpapiere. Wer trotzdem auf Investitionen in Wertpapiere setzt, sollte zumindest einzelne Schiffsbeteiligungen in sein Portfolio mit aufnehmen, um die Risiken besser zu streuen beziehungsweise zu minimieren.

Wer schon immer damit geliebäugelt hat, sein Kapital nicht einfach nur zu investieren, sondern sich als Unternehmer zu beteiligen, für den ist eine Schiffsbeteiligung ideal geeignet. Viele Schiffsfonds räumen den Anlegern weitreichende Mitspracherechte ein, so dass hier jeder Investor unternehmerisch tätig werden kann. Trotzdem wird nahezu der gesamte Verwaltungsaufwand vom Fondsbetreiber übernommen, mit diesem hat der Anleger also in der Regel nichts zu tun.

Der sicherlich bedeutendste Vorteil einer Schiffsbeteiligung ist allerdings, dass sich mit dieser Investmentform wirkungsvoll Steuern sparen lassen, und das, obwohl die deutsche Bundesregierung bereits die Bedingungen für Schiffsbeteiligungen in den letzten Jahren deutlich verschärft hat, so dass sie für die Anleger deutlich schlechter geworden sind. Trotzdem blieben einige Möglichkeiten bestehen.